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4-Seen Wanderung Melchsee-Frutt > Jochpass

Sonniger Südhang, herrliche Aussicht über der Waldgrenze in die Bergwelt, Blumenpracht und vier tiefblaue Bergseen. So kann die heutige Wanderung in einigen Worten zusammengefasst werden.
Die Route führt mich von Sarnen auf die Stöckalp und von dort hinauf zum Melchsee, via den Bonistock und die Tannalp zum Jochpass. Von dort geht es hinunter nach Engelberg. Neben dem Melchsee komme ich am Tannensee, dem Engstlensee und dem Trübsee vorbei. Den mächtigen Titlis habe ich dabei immer im Blickfeld.

Manchmal möchte ich einfach ein paar Stunden in der Höhe wandern und die Stille und Aussicht geniessen. Damit es nicht eine 7-8 stündige Wanderung wird (es ist meine erste Wanderung mit den neuen Bergschuhen), benutze ich diesmal ein paar Bergbahnen.

Übersicht Wandergebiet Zentral-Schweiz

Das Postauto bringt mich von Sarnen hoch zur Stöckalp (1073m). Der erste Bus am Morgen ist bereits prallvoll an diesem wolkenlosen Sommertag. Die Dame neben mir beginnt von der Region zu schwärmen, welche ich heute das erste Mal besuche. Mit einigen Tipps im Rucksack besteige ich die Gondelbahn hoch nach Melchsee-Frutt (1920m). Was für ein Blick: zum einen auf die zahlreichen nicht unbedingt schönen Hotelgebäude hier oben und zum anderen auf den im Gegenlicht schimmernden Melchsee mit imposanter Bergkulisse der Berner Alpen im Hintergrund.

Wanderroute Melchsee-Frutt zum Jochpass

Linkerhand beginne ich meine Wanderung hoch zum Bonistock und bin nun alleine auf weiter Flur. Die meisten wandern unten in der Hochebene. Bald öffnet sich der Blick zum nächsten See – dem Tannensee – welcher an seiner westlichen Seite gestaut ist. Nach 50 Minuten erreiche ich den Bonistock (2169m) und folge ab hier dem Grat entlang immer weiter Richtung Osten bevor der Weg hinunter in die Südflanke des Grates in Richtung Tannalp (1974m) führt. Wenn ich still stehe und meinen Blick etwas hebe zeigt sich der majestätische Titlis mit seinem darunter liegenden Gletscher. Der Titlis ist quasi während er gesamten Wanderung in meinem Blickfeld. Hier ein Rundblick unterhalb Gross Hohmad. Dank der noch anhaltenden Schneeschmelze rauschen nah und fern die Bergbäche und bringen das kühle Nass zu den Menschen im Tal.

Etwas hinter der Tannalp mache ich Mittagsrast und setze mich auf einen weichen Grashügel. Beeindruckend, was für eine reiche Tier- und Pflanzenwelt ich hier auf über 2000m erlebe! Alle Arten und Farben von Blumen, Kräutern und Gräsern. Dazu Vögel, Hummel, Ameisen, Ohrwürmer, Fliegen um nur ein paar zu nennen. Die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung wird mir einmal mehr vor Augen geführt.

Nähe Vogelbüel bei Tannalp

Gestärkt beginne ich den Aufstieg zum höchsten Punkt der Wanderung (2323m), welcher kurz vor dem Jochpass liegt. Nun steht der Engstlensee im Fokus, welcher tief unter mir zum Vorschein kommt. Was auffällt ist der viele Schnee, welcher auf der gegenüberliegenden Nordflanke noch bis weit unter 2000m liegt. Eine Folge des vergangenen, schneereichen Winters.
Auf diesem Streckenabschnitt kommen mir nun einige Wanderer entgegen. Die reichlich vorhandenen Bergbahnen in dieser Region ermöglichen es auch nicht sehr ausdauernden Wanderern diese besondere Welt zu erleben und kleinere Abschnitte zu begehen.

Tannensee Richtung Süden

Auf dem Jochpass (2207m) angelangt öffnet sich mir eine neue Sicht hinab auf den Trübsee und weiter unten Engelberg. Von Engelberg aus führt die Titlisbahn via Trübsee und Stand ganz nach oben auf den berühmten Titlis.
Die Sesselbahn bringt mich nun hinunter zum Trübsee. Von da folge ich dem Weg dem malerischen See entlang hoch zur Station der Gondelbahn, welche ich nun besteige um hinunter nach Engelberg zu gelangen. Hier komme ich wieder in der Zivilisation an, da der Titlis bei vielen internationalen Gästen ein Muss ist und somit zu einem nicht zu übersehenden Menschenstrom führt. An einem Wochenende wäre hier sicher noch viel mehr los. Es lohnt sich also unter der Woche in die Berge zu gehen.

In Engelberg lasse ich mir nun erst mal ein Eis schmecken bevor ich die Eisenbahn hinunter nach Stans besteige. Nach diesem heissen Sommertag lädt der Vierwaldstädtersee in Buochs zu einem erfrischenden Bad ein und bringt die gewünschte Abkühlung.

Trübsee

Am Ende des Tages bleiben viele schöne Erinnerungen an das Erlebte und Gesehene. Der Bergfrühling, welcher über 2000m noch Ende Juli anhält, zeigt eine enorme Blumenpracht. Vor allem bleibt die Dankbarkeit  für diese einmalige Berglandschaft mit ihrer Fauna und Flora, welche ich vor meiner Haustüre geniessen darf.


Hilfreiche Informationen:

Dieser Link führt Sie auf die Seite von SchweizMobil, wo Sie die Route im Detail ansehen und auch ausdrucken können. Diese Webseite empfehle ich generell für die Planung von individuellen Wanderungen. Sie können sich ihre gewünschte Route selber zeichnen. Gleichzeitig werden Wanderzeit und Höhenprofil berechnet. Die Kartenausschnitte können ausgedruckt und auf die Wanderung mitgenommen werden. Alternativ kann die Karte in eine App auf das Mobiltelefon geladen werden.

Die Wanderzeit beträgt ca. 4 Stunden. Der Weg ist durchgehend gut markiert und gepflegt. Ich klassiere die Route als T2 – Bergwandern. Gute Wanderschuhe sind zu empfehlen. Man benötigt nicht unbedingt eigenen Proviant, da es zu Beginn, auf der Tannalp wie auch am Ende der Wanderung Restaurants gibt. Aber ein Picknick aus dem Rucksack ist natürlich einem Restaurantbesuch vorzuziehen.

Eckdaten zur Wanderung:

Länge:  11.4 km
Aufstieg-Meter:  759 m
Abstieg-Meter:  476 m
Mindesthöhe:  1894 m
Maximale Höhe:  2323 m
Wanderzeit:  4h

Hier einige Bilder dieser Wanderung (klicken Sie auf ein Bild um es zu vergrössern):

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