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Hat das Konzept «Gott» ausgedient?

Alle Kulturen auf dem Planeten Erde die es je gab oder gibt, verehrten das Göttliche. Sowohl in traditionellen zivilisierten Gesellschaften wie auch in Naturvölkern ist diese Beziehung tief verwurzelt und ein fester Bestandteil der Kultur. In der Geschichte sind viele Weise in der Gesellschaft aufgetaucht, die die Menschheit lehrten und ihnen hohe moralische Werte vermittelten. Heute jedoch werden Menschen, die diesen Wertesystemen folgen und die Beziehung zum Göttlichen noch nicht aufgegeben haben im Strom der Gesellschaft eher belächelt. Hat das Konzept Gott ausgedient? Waren unsere Vorfahren alles nur primitive und fantasievolle Spinner? Ist es vielleicht in der heutigen Zeit wichtiger denn je sich mit dem Thema «Gott» auseinander zu setzten?


Je nach Kultur und Ethnie zeigt sich der Bezug zum Göttlichen und die Form, die es in der Gesellschaft angenommen hat, sehr unterschiedlich. In der neueren Zeit gibt es im Westen die Religionen. Im Osten gibt es nebst Wegen, die religiöse Formen angenommen haben, ursprünglich spirituelle Wege wie Yoga, Tai-Chi, Wege der Kampfkunst etc. Bei den Naturvölkern auf der ganzen Welt, stellt der Bezug zur Natur (der Schöpfung) die Brücke zum Göttlichen (des Schöpfers) dar. Sie sehen sich in der Pflicht auf Mutter Erde «aufzupassen». Auch in der Präambel der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft steht: «Im Namen Gottes des Allmächtigen….in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung…».

Bei den Völkern der Antike, die teilweise ein sehr hohes wissenschaftliches Niveau erreicht haben und grossartige Errungenschaften hervorbrachten, wie die Griechen, die Persern oder die Chinesen, hatten eines gemeinsam: Einen starken Bezug zum Göttlichen und darauf aufbauende hohe moralische Standards. In der Geschichte sind viele weise Menschen aufgetaucht, die der Menschheit ihre Erkenntnisse und Werte hinterlassen haben. Grundwerte nach denen es sich zu leben lohnt und die die Gesellschaft ordnen.

Menschen, die den Prinzipien traditioneller Kulturen noch heute folgen, werden von vielen jedoch belächelt und als primitiv und altmodisch abgestempelt. Manche neigen sogar dazu zu sagen, dass der Bezug zu Gott nur etwas für Menschen ist, die ihr Leben nicht selbst auf die Reihe kriegen und einen „Halt“ brauchen. Waren unsere Urväter und -mütter denn alles nur fantasievolle Spinner und Hinterwäldler?

Heutzutage wagt kaum mehr jemand über seinen Bezug zum Göttlichen zu sprechen, selbst aktiv Praktizierende sind zurückhaltend. Häufig aus Angst kritisiert und ausgegrenzt zu werden. Eine leider bedauernswerte Entwicklung. Das Streben nach Vollkommenheit, nach dem Göttlichen, ist dem Menschen in die Wiege gelegt worden. Dies zeigt sich in allen traditionellen Kulturen wieder. Aber was ist mit der modernen Menschheit passiert?

Etwas ist ver-rückt…

Modernes Denken hat die Konzepte der Kultur und Tradition aus dem Bewusstsein vieler Menschen verbannt. Die blosse materialistische1 Denkweise engt den Horizont der Menschheit sehr stark ein. Die sehr gehaltvollen Geschichten in den Überlieferungen werden als Mystik oder blosse Philosophie eingeordnet.

Früher wie heute streben die Menschen nach Vollkommenheit, Freude und Sinn. Doch wo findet man diese Dinge, wenn nicht in der Verbindung zu seinem wahren Selbst und dem Göttlichen? Sinnliche und materielle Freude ist immer nur temporärer Natur und folglich begrenzt. Sie kann den Durst des Menschen nie stillen. Getrennt von unserer Herkunft und noch immer auf der Suche nach dem Sinn, tappen viele in die Falle falscher Propheten und Strömungen.

An dem Tag, wenn die Wissenschaft damit beginnt die nicht-physische Phänomene zu erforschen, wird sie in einem Jahrzehnt mehr erreichen als in den vorangegangenen Jahrhunderten.

Nikola Tesla

Neben den materialistischen und teilweise nihilistischen2 Erziehungsmethoden, kommen auf der anderen Seite Machtmissbrauch und Skandale in den religiösen Institutionen hinzu. Es gibt genug Scharlatane, die die Menschen mit selbstgebastelten Dingen betrügen, die ursprünglichen Worte der Weisen willkürlich interpretieren oder diese sogar stehlen um selbst etwas daraus zu konstruieren.

Diese Komponenten führen dazu, dass sich die Menschen von den traditionellen Ansichten und der Verbindung zu sich selbst und dem Göttlichen immer mehr entfernt hat. Ohne Ordnung entsteht Chaos.

Meiner Beobachtung und Überlegung nach ist die Ursache für diese Entwicklung vielschichtig und kann in etwa folgendermassen zusammengefasst werden:

  • Fehlende Vermittlung von wahren Werten in der Erziehung
  • Kaum Förderung von Selbstreflexion und eigenem Denken
  • Lehren von Atheismus und Verbannung des Göttlichen aus den Schulzimmern und dem Alltag
  • Forschung und Wissenschaft befasst sich heute fast ausschliesslich mit den Phänomenen an der Oberfläche (physischer Materie)
  • Sinken der Moral und sukzessives entfernen von unseren Traditionen
  • Unterwanderung der freien Meinungsäusserung und Stigmatisierung von Menschen, die an den traditionellen Werten festhalten
  • Anstelle von aufrichtigem Glauben an das Göttliche und Respekt gegenüber den Naturgesetzten, werden heute Materialismus und Konsum zelebriert
  • Unterwanderung der Kirche sowie Skandale haben nicht nur der Kirche als Institution, sondern auch dem Glauben an das Göttliche schwer geschadet
  • Diverse Pseudo-Religionen und Strömungen sind entstanden, die die Menschen auf der Suche des Göttlichen ablenken oder auf Irrwege führen
  • In einst tiefgründigen Wegen der Selbstkultivierung (z.B. Yoga) wurde die mental/geistige Komponente einfach praktisch komplett entfernt.
  • Wachsender Ego-Bezug der Gesellschaft: Der Glaube an das Göttliche wird als Last angesehen, die einen davon abhält „frei“ zu sein.

Nach und nach wurde der Stein ausgehöhlt, bis die Verbindung zwischen dem Menschen und dem Göttlichen praktisch ganz abgetrennt wurde. Doch der Mensch hat ein natürliches Streben nach Vollkommenheit, also dem Göttlichen, denn er trägt diesen Funken seit jeher in sich. Durch die grosse Strömung in der Gesellschaft versuchen wir jedoch das entstandene Defizit durch allerlei Ablenkung, Konsum, Betäubung etc. zu füllen. Jedoch werden diese Dinge uns niemals die Erfüllung geben.

Wenn du überall suchst und doch nicht findest, was du suchst, dann deshalb, weil das, was du suchst, bereits in deinem Besitz ist.

Laotse

Jeder soll sich selbst fragen: Entwickelt sich die Menschheit in die richtige Richtung? Was sind die Probleme der heutigen Zeit und was sind die dahinterliegenden Ursachen?

1 Materialismus: Verneinung des Nicht-Materiellen.
2 Nihilismus: Nichtigkeit und Sinnlosigkeit alles Bestehenden. Verneinung von Normen und Werten.

Theorien sollten Theorien sein

Im Kreis von Wissenschaft und Technik wurde bereits so Vieles erkannt, dass die heutigen Lehrbücher eigentlich komplett überarbeitet werden müssten. Doch wenn eine Anschauung gebildet wurde und darauf aufbauend Abläufe etabliert wurden, dann ist es schwierig neue Erkenntnisse anzunehmen. Das ist der Hauptgrund, warum zahlreiche neuen Erkenntnisse nicht in das Bewusststein der meisten Menschen gelangen und dann pauschal als Aberglaube abgestempelt werden.

Die Evolutionstheorie Darwins lehrt uns, dass der Mensch vom Affen abstammt. Mit dieser Aussage versucht sie die Verbindung des Menschen zum göttlichen zu trennen. Mit Ansichten wie «natürliche Auslese» und «das Überleben des Stärkeren» wird die menschliche Gesellschaft auf einen Dschungel reduziert. Kein Wunder, dass sich dies auch kommunistische Mächte zu Nutzen machten. So schrieb Marx 1860 an Friedrich Engels zu Darwins Theorie Folgendes:

„…[„Die Entstehung der Arten“ ist] das Buch, das die naturhistorische Grundlage für Ihre Ansicht [historischer Materialismus] enthält.“

Friedrich Engels, I. Bernard Cohen, Revolution in Science (The Belknap Press of Harvard
University Press), S. 345

Obwohl Darwins Theorie voller Lücken ist und zu vielen Behauptungen auch heute noch die Beweise fehlen, wird sie als gegeben angeschaut und allgemein kaum bezweifelt. Die wohl wesentlichste Lücke seiner Theorie ist, dass der Übergang einer Art zur anderen nie belegt werden konnte (durch Fossilien z.B.). Auch Charles Darwin selbst hat diesen Umstand als den grössten Kritikpunkt seiner Theorie bewertet.

Sterne implodieren, Berge werden zu Staub, fleischliche Körper und Pflanzen verwesen, alles was die Menschheit je erschaffen hat zerfällt und wird letztendlich ebenfalls zu Staub. Nur die Evolution verläuft dieser Beobachtung vollkommen zuwider; aus dem Chaos wird durch glücklicher Zufall Ordnung. Aus einer Portion Rührei, wird ein komplettes unversehrtes Ei. Würde jemand es bezweifeln, dass ein Bild nicht von einem Maler gemacht wurde? oder dass ein Haus nicht von einem Handwerker gebaut wurde? Zu glauben, dass ein lebender und intelligenter Organismus einfach so von selbst entsteht, entzieht sich jeglicher Logik und gesundem Menschenverstand. Dadurch wird alles Leben, insbesondere das menschliche, stark banalisiert und degradiert. Die Gesamtheit und grenzenlose Intelligenz des Lebens, kann die moderne Wissenschaft überhaupt nicht erfassen und sie übersteigt was wir mit unserem menschlichen Verstand erfassen können bei weitem.

Hier geht es jedoch nicht darum Charles Darwin schlecht zu reden. Seine Arbeit wurde und wird stark instrumentalisiert und ist deshalb in den Köpfen der meisten Menschen tief verankert. Schon die Kinder werden damit schon in jungen Jahren gefüttert. Könnte sich die Wissenschaft noch weiterentwickeln, wenn wir jede Theorie als Tatsache ansehen und blindlings die Köpfe unserer Kinder damit vergiften? Schränken wir uns dadurch nicht selbst stark ein?

Die Verbindung wiederherstellen

Seit Beginn an, suchen die Menschen nach der Vollkommenheit, dem Göttlichen. Der Glauben und die Verehrung des Göttlichen haben die Menschheit auf der ganzen Welt und seit jeher begleitet. Grandiose Denker, Erfinder und Künstler wurden in verschiedenen Epochen hervorgebracht und inspirierten die Menschheit. Insbesondere in Zeiten in der eine hohen geistige Moral vorherrschend war, wie z.B. während der Renaissance. Sowohl in der Geschichte, wie auch in neueren Zeiten pflegten diese grossen Erfinder und Denker selbst hohe moralische Standards und waren normalerweise dem Göttlichen in der einen oder anderen Form zugeneigt. Auch für grandiose Wissenschaftler wie Nikola Tesla, Albert Einstein und weitere war das Vorhandensein einer höheren Intelligenz, die nicht mit dem Verstand begriffen werden kann, vollkommen logisch.

Meine Religion besteht aus einer demütigen Bewunderung für den unermesslich überlegenen Geist, der sich in den kleinsten Einzelheiten offenbart, die wir mit unserem fragilen und schwachen Verstand wahrnehmen können.

Albert Einstein

Die meisten Probleme in der heutigen Welt sind eine Folge dessen, dass die Menschheit als Ganzes von ihren Wurzeln, ihrer natürlichen Lebensweise und der Dankbarkeit gegenüber dem Leben, das selbst göttlich ist, entfernt hat. Wir sind nicht mehr bei uns selbst, sondern betäubt von Konsum, Ruhm, Gier und Begierden, so dass wir wie ferngesteuerte Roboter herumlaufen. Das klingt etwas krass, aber wenn man sich dies wirklich zu Herzen nimmt, wird sicher jeder feststellen, dass viele verdeckte Muster und Überzeugungen tief in uns stecken. Diese beschränken uns jedoch stark die Wahrheit zu erkennen, vollkommen zu sein und wahre, unbedingte Freude zu empfinden. Ganz unabhängig von den äusseren Gegebenheiten.

All die persönlichen Probleme und die Probleme in der Gesellschaft werden sich lösen, wenn die Menschheit wieder lernt die Ursachen erst bei sich im Inneren zu finden. Wenn wir uns universellen Prinzipien wie Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht wieder angleichen können und wir diese Werte in unser tägliches Leben integrieren, dann werden sich die Probleme im Aussen automatisch auch lösen.

Für mich dienen folgende Fragen als Leitweg. Dafür, ob ich mich in die gewünschte Richtung bewege oder vom Weg abgekommen bin:

  • Für welche Werte stehe ich ein?
  • Wie denke ich über mich? Über Andere? Über das Leben?
  • Wofür setzte ich mein Leben/meine Lebensenergie ein?
  • Sind die angesammelten Anschauungen wahr oder falsch?

Ich könnte dir natürlich alles bis in die Einzelheiten erzählen, aber es ist besser, wenn jeder sich seine eigenen Gedanken macht und mit Herz und Seele dabei ist.

Aus der Anastasia-Buchreihe

Es freut mich immer sehr zu sehen, wenn Menschen die Verbindung zu sich selbst nicht verloren haben oder diese gar pflegen und kultivieren. Wir müssen wieder lernen Verantwortung für uns selbst zu übernehmen.

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Mehr Details auf der Seite des Herausgebers

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